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Zur Erstversorgung von Knochenbruechen

08.11.1999

“Wenn jemand ausrutscht und auf den harten Asphalt faellt, sind Knochenbrueche nicht auszuschliessen”, sagt Dr. Christian Feinboeck vom Oesterreichischen Roten Kreuz.

Knochenbrueche sind an mehreren Anzeichen zu erkennen. Feinboeck: “Es gibt den geschlossenen Bruch und den offenen Bruch, bei dem an der Bruchstelle eine Wunde zu sehen ist. Fehlstellung und Achsenabweichung von Gliedmassen deuten auf einen Bruch hin. Aber auch Schmerzen, Schwellungen, eine Schonhaltung sowie Bewegungseinschraenkung oder Bewegungsunfaehigkeit koenne auf einen Bruch hinweisen. Die Knochenenden selbst koennen Nerven, Blutgefaesse und innere Organe verletzen. “Bei allen Erste-Hilfe-Massnahmen ist besondere Vorsicht geboten. Durch unsachgemaesse Hilfe kann aus einem geschlossenen ein offener Bruch werden”, so Feinboeck.

Feinboeck zur Ersten Hilfe bei einem Armbruch:“Der verletzte Arm soll nicht bewegt werden. Handelt es sich um einen offenen Bruch, besteht Infektionsgefahr. Daher muss sofort ein keimfreier Verband angelegt werden. Beengende Kleidungsstuecke oeffnen und Armbanduhren oder Ringe entfernen. Der Arm soll mit einem Dreiecktuch ruhiggestellt werden.” Aehnliches gilt auch, wenn ein Fuss gebrochen ist: ”Oeffnen Sie dem Verletzten die Schuhriemen, ziehen Sie ihm aber nicht die Schuhe aus. Das verletzte Bein ruhigstellen, z.B. mit einer zusammen-gerollten Decke. Schienen duerfen nur vom Rettungspersonal angelegt werden. Bei Knochenbruechen darf die Lage des Verletzten nicht veraendert werden, es sei denn, der Patient liegt in einer Gefahrenzone, aus der er vor der Versorgung geborgen werden muss.”

“Schmerzen oder Blutverlust koennen einen Schock verursachen. Vergessen Sie daher keinesfalls auf die Schockbekaempfung”, schliesst Feinboeck, “ dieses und weiteres Wissen zur Ersten Hilfe koennen Sie durch den Besuch eines Erste Hilfe-Kurses wieder auffrischen.”

© medizin.at / ÖRK


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