Depression von Mutter und Kind
12.04.2000
Ein hoher Prozentsatz an Müttern, die ihre Kinder zur Erkennung oder Behandlung wegen Depression in Zentren bringen sind selbst depressiv, berichten Forscher aus New York.
Die Ergebnisse wurden in der Märzausgabe vom „American Journal of Psychiatry“ publiziert. Dr. Tova Ferro und Kollegen vom New York State Psychiatric Institute bestimmten Depressionswerte, Angststörungen und Substanzmißbrauch bei 117 Müttern, die psychiatrische Unterstützung für ihr depressives Kind suchten.
31% der Mütter wurden mittels Patient Problem Questionnaire als psychiatrisch beeinträchtigt eingestuft. 14% mit Major Depression, 17% mit Panikattacken, 17% mit generalisierten Angststörungen und 2% mit Alkoholmissbrauch. Zusätzlich berichteten 22% der Mütter über suizidale Gedanken innerhalb der letzten 2 Wochen. „Dies ist die erste Studie, die sich mit diesem Phänomen beschäftigt,“ berichten die Autoren.
Dr. Ferro: „Prinzipiell bestätigt diese Studie unser Wissen um die familiären Zusammenhänge. Berater sollten, wenn möglich auch den psychischen Zustand der Eltern beurteilen können, und im Bedarfsfall evaluieren, ob eine Behandlung der Eltern auch das Zustandsbild des Kindes verbessern kann.“
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