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Unfallschutz im Gärkeller

07.10.1999

Bereits acht bis zehn Prozent Kohlendioxid in der Atemluft führen zu Bewußtlosigkeit, Atemstillstand und in weiterer Folge kann Tod durch Ersticken eintreten", sagt Dr. Heinz-Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. 16 Menschen sind so in den vergangenen zehn Jahren in Weinkellern ums Leben gekommen.

Schon bei einem Anteil von einem Prozent in der Atemluft treten erste Symptome auf. Slatin: "Bei vier Prozent Kohlendioxid ist eine erhöhte Atemfrequenz, Benommenheit und Herzklopfen zu beobachten. Neun Prozent sind innerhalb von fünf bis zehn Minuten tödlich. Bei 14 Prozent erlischt eine Kerze, bei 18 Prozent tritt schon nach kurzer Zeit der Tod durch Ersticken ein." Der Grund: Kohlendioxid ist schwerer als Luft. Wenn es sich in Räumen sammelt, bildet es einen unsichtbaren "See", in dem es keinen Sauerstoff gibt.

Die früher gerne verwendete Methode der Kerzenprobe ist zur sicheren Bestimmung der gefährlichen Kohlendioxidkonzentration ungeeignet und zu unterlassen: Es bleibe ein kritischer Bereich, der zu schweren Gesundheitsschaden führen könne, so Slatin. Auch der allgemeine Gärgeruch lasse keine Rückschlüsse auf den Gehalt von Kohlendioxid zu.

Um Unfälle zu vermeiden, empfiehlt Slatin, Weinkeller während der Gärungsphase erst nach ausreichender Entlüftung und nur in Begleitung einer zweiten Person zu betreten. Unüberlegte Rettungsversuche seien zu unterlassen, denn Retter ohne Atemschutz seien ebenfalls in Gefahr. "Alarmieren sie Feuerwehr und Rettung mit dem Hinweis, daß Atemschutzgeräte benötigt werden. In Weinkellern ist das Absauggebläse einzuschalten. Ist der Verunglückte geborgen, sofort die Lebensfunktionen überprüfen und die der Notfalldiagnose entsprechenden

© medizin.at / ÖRK


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