Neue „Entwöhnungsstrategie“ für Raucher
20.03.2000
Die Blockierung der Wirkung von Cytochrom p450 2A6, das Nikotin in seine inaktiven Nebenprodukte verstoffwechselt und die Karzinogene im Zigarettenrauch aktiviert, kann Rauchern beim Aufhören helfen.
Beim Jahrestreffen der „American Society for Clinical Pharmacology and Therapeutics” wurden die Ergebnisse einer kleinen Studie präsentiert. Durch die Inaktivierung des Enzyms wird eine Aktivierung der Karzinogene verhindert, das Nikotin bleibt länger im Blutstrom. Als Resultat hält das Vergnügen am Rauchen länger an und könnte die Zigarettenanzahl reduzieren.
Dr. Edward M. Sellers: “Dieses Prinzip ist zu den derzeit bekannten Methoden komplett unterschiedlich.“ Die derzeitgien Therapien zielen auf den Ersatz von Nikotin durch Pflaster, Kaugummi oder ähnliches ab. In einer Studie an 11 Patienten wurde das Psoriasismedikament Methoxsalen verwendet, um den Nikotinspiegel im Blut zu heben.
Sellers: „In dieser Studie haben wir gezeigt, dass die Inhibierung des Enzyms mit einem geeigneten Medikament zu einem gelungenen Konzept führen kann. Es sind aber weitere und umfangreichere Studien notwendig, um die Sicherheit dieses Konzepts zu überprüfen.“
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