Trennung schlecht für Männer
17.03.2000
Geschiedene oder in Trennung befindliche Männer verüben doppelt so häufig Selbstmord als Männer, die verheiratet bleiben.
Andererseits veränderte Scheidung oder Trennung nicht das Suizidrisiko bei Frauen, berichten Forscher in der Märzausgabe vom „Journal of Epidemiology and Community Health“. Dr. Augustine J. Kposowa, von der University of California, Riverside untersuchte die Assoziation zwischen Selbstmord und Familienstand aus der „National Longitudinal Mortality Study“, die Sterbedaten zwischen 1979 und 1989 in Amerika beinhaltet.
„Männer waren fast 4,8 mal gefährdet, Selbstmord zu begehen. Scheidung oder Trennung verdoppelt das Suizidrisiko bei Männern, das relative Risiko 2,47 mal so hoch wie bei verheirateten Männern. Im Gegensatz dazu änderte der Familienstand nicht das Suizidverhalten der Frauen.“ Dr. Kposowa nimmt an, daß die Unterschiede aus den verschiedenen sozialen Netzwerken, die die Partner aufbauen resultieren.
„Frauen haben eine bessere Art zu kommunizieren. Sie haben wahrscheinlich ein besseres soziales Netz, Freunde und Verwandte, mit denen sie sprechen können.“ Sie schlägt den Praktikern vor, Männer über die Risken nach einer Scheidung zu informieren.
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