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Feuchttücher: Leere Versprechungen?

22.02.2000

Praktisch: Ist kein Wasser verfügbar, kann man die Hände dennoch gründlich und antibakteriell reinigen. Oder? Eine aktuelle Studie zeigt, daß das Gegenteil der Fall sein kann...

Vor allem Eltern von Kleinkindern erhoffen sich von den antibakteriellen Feuchttüchern neben der einfachen auch eine wirklich gründliche Reinigung, da die Hersteller eine bis zu 99,9% antibakterielle Wirkung ihrer Produkte angeben.

Laut einer Studie der amerikanischen Purdue Universität versprechen die Hersteller allerdings mehr, als ihre Produkte halten; insbesonders werden diese Meßwerte bei Applikation auf synthetische Materialien erreicht, was dem realen Hautzustand nicht entspricht.

Die Forscher beobachteten in vielen Fällen keine Verringerung der Bakterienpopulation auf den mit Feuchttüchern gereinigten Händen, sondern einen Anstieg der Bakterienzahl, da die Alkoholbasis der Tücher die Fettschicht der Haut zerstört, die sie vor den residenten Bakterien schützt.

Diese residenten Bakterien stellen grundsätzlich keine gesundheitliche Gefährdung dar, allerdings steigt das Risiko des Kontaktes mit einem krankheitsfördernden Stamm mit der Dichte der Bakterienpopulation.

Feuchttücher können somit weder Seife noch Wasser ersetzen. Die FDA (Food And Drug Administration der USA) stufen die Feuchttücher daher auch als Ergänzung und nicht als Ersatz für klassische Hautreinigung ein.

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