Gefährliche Langzeiteffekte von Steroiden
10.02.2000
Ein von Athleten und Bodybuildern häufig genommenes Steroid kann zu ernsthaften Langzeitschäden führen: Das Hormon Androstenedion, kurz Andro genannt, steigert den Spiegel von Testosteron ebenso wie den von Östrogen im Blut.
Eine in der aktuellen Ausgabe des Journals of the American Medical
Association veröffentlichte Kurzzeitstudie über die Wirkung von Andro zeigt einen um 34% erhöhten Testosteron- und einen um sogar 128% erhöhten Östrogenspiegel.
Die Forscher des "Massachusetts General Hospital" fanden heraus, daß
diese erhöhten Hormonspiegel bei Männern ebenso wie Frauen zu Anomalien der Leber führen, aber auch das Gewebewachsum verstärken und so
Gewichtszunahme hervorrufen, eine Wirkung, die auch als Anabolika-Effekt
bekannt ist.
Aber auch Herzprobleme und Brustwachstum bei Männern gehören zu den
möglichen Gefahren. Obwohl während der an 29 gesunden Männern durchgeführten Andro-Studie keine explizit schädigenden Wirkungen verzeichnet werden konnten, sind die Forscher überzeugt von der Gefahr, die von einem überhöhten Sexualhormonspiegel ausgeht.
Langzeitstudien zu Andro, aber auch anderen ähnlichen Medikamenten, die immerhin von mehr als 5% der Bodybuilder eingenommen werden, sollen eine endgültige Klärung der Risiken bringen.
© medizin.at
medflash u. medizin.at sind Produkte der treAngeli/ARGE teledoc.
Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind
nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwend-
ung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Ver-
vielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe
an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung
von treAngeli/ARGE teledoc ist untersagt. Es wird seitens der Urheber jede
Haftung für Inhalte und deren Auswirkungen ausgeschlossen. Wien, 1/2000