Radiowellen gegen Mandelentzündung
09.02.2000
Die TE im Erwachsenenalter kann prolongierte Schmerzen bis zu einer Woche postoperationem verursachen. Ein Chirurg an der Temple Universität in Philadelphia behandelte erfolgreich infizierte Tonsillen mit Radiofrequenz.
Diese "Wellentherapie" resultiert aus einer Technik, die früher verwendet wurde, um chronische Infektionen des Nasenrachenraums zu behandeln. Dieses Verfahren könnte nun die neueste Methode für schmerzlose und schnelle Behandlung infizierter Tonsillen darstellen.
Die konventionelle TE verursacht starkes Bluten, Schmerz, Dehydratation und einen verlängerten Spitalsaufenthalt. Dazu Dr. Mansoor Madani: "Diese neue Methode in Kombination mit leichter Sedierung nimmt nur einige Minuten in Anspruch und ermöglicht dem Patienten sofort danach aktiv zu sein."
Und weiter:"Milde Hitze wird an drei bis vier Stellen der Tonsille für 10 bis 15 Sekunden appliziert und verursacht ein Schrumpfen des Gewebes. Dies kann unter Lokalanästhesie oder leichter Sedierung durchgeführt werden. Die Patienten werden gleich danach mit einem Antibiotika - und Mundspülungsrezept entlassen."
Diese Technik, auch "Tonsillar Coblation" genannt, verwendet niedrigere Temparaturen als die herkömmliche Elektrochirurgie und verbessert dadurch die Gewebsentfernung und reduziert Schäden im umgebenden Gewebe.
© medizin.at
medflash u. medizin.at sind Produkte der treAngeli/ARGE teledoc.
Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind
nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwend-
ung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Ver-
vielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe
an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung
von treAngeli/ARGE teledoc ist untersagt. Es wird seitens der Urheber jede
Haftung für Inhalte und deren Auswirkungen ausgeschlossen. Wien, 1/2000