Gesundheitsfördernde Wirkung von Alkohol?
05.01.2000
Wissenschafter des "Brigham Hospital" sowie des "Veterans Affairs Medical Center" in Boston glauben nun, herausgefunden zu haben, ab wann die Risiken den Nutzen übersteigen.
Manche sagen, Alkohol (hauptsächlich Rotwein) sei gut für das Herz, mindere das Infarktrisiko - andere warnen vor der toxischen Wirkung auf die Leber und machen den Alkohol auch für andere Probleme verantwortlich.
In der aktuellen Ausgabe des "Journal of the American College of Cardiology" berichten die Bostoner Forscher nun, daß bei einer Menge von mehr als 2 durchschnittlich alkoholischen Getränken (oder 14 pro Woche) der herzschützende Faktor von den Risiken, an selteneren Krebsarten zu erkranken, übertroffen wird.
Die Forscher beobachteten dabei 89000 Männer und untersuchten die Todesursachen der 3216 Männer, die während der 5 1/2 Jahre dauernden Studie verstarben. Sie fanden dabei heraus, daß die Männer, die wenig oder mäßig Alkohol konsumierten, eine höhere Lebenserwartung aufwiesen als stärkere Alkoholkonsumenten und Antialkoholiker.
Der Konsum von 1 bis 14 Getränken pro Woche senkte das Sterberisiko durch die herzschützende Wirkung um 26%. Eine größere Menge an Alkohol dagegen führte zu einem erhöhten Krebsrisiko.
Die Forscher betonten jedoch auch, daß diese Daten nicht auf jederman(n) anwendbar seien - vielmehr an den Einzelnen angepaßt werden müßten. So sollten Patienten mit Leberschäden oder einem Hang zu Alkoholismus überhaupt keinen Alkohol konsumieren, Patienten mit Diabetes oder Bluthochdruck sollten jedenfalls weniger trinken.
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