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Hilfe bei chronischen Schmerzen

23.11.1999

Eine Forschergruppe der Universität Minnesota um Patrick Mantyth arbeitet an einer neuartigen Methode zur Behandlung chronischer Schmerzpatienten.

Die neue Methode basiert auf der Erkenntnis, daß 5% der Nervenzellen im Rückenmark Schmerzsignale mit demselben Botenstoff von einer Zelle zur nächsten transportieren, und dadurch sogenannte irregeleitete chronische Schmerzempfindungen, zu denen auch Migräne gehört, entstehen.

Die Forscher koppelten also den Botenstoff (P) mit einem Nervengift und unternahmen die ersten Versuche an Ratten. Das Resultat war beeindruckend: Es wurden nur jene Zellen abgetötet, die für die chronischen Schmerzen verantwortlich waren, der Rest blieb völlig intakt.

Im Gegensatz zu den heute üblichen Behandlungsmethoden (Morphine, Operationen), bei denen die chronischen Schmerzen wiederkehrten, blieben die behandelten Ratten langfristig schmerzfrei. Somit scheint es sich um eine dauerhafte Heilung für Schmerzpatienten zu handeln.

Laut Dr. Mantyth soll diese Methode nur für Patienten mit extrem starken Schmerzen angewendet werden, denn erst dann ist es ethisch vertretbar, Zellen zu töten, um den Schmerz zu lindern. Es wird derzeit versucht, eine vorübergehende Ruhigstellung der schmerzauslösenden Nervenzellen durch den Einsatz anderer Gifte zu erreichen.

Sollte dies gelingen könnten, auch leichtere Schmerzen auf diese Art gelindert werden. Erste klinische Studien an unter starken chronischen Schmerzen leidenden Krebspatienten, werden demnächst beginnen.

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