Existenzangst vermindert Libido
19.11.1999
Vor allem Männer, deren Sorgen um ihren Arbeitsplatz großen Raum in ihrem Leben einnehmen, leiden vermehrt unter sexuellen Problemen wie Erektionsstörungen und Impotenz.
Noch ist der Verlust der Libido kein allzu weit verbreitetes Phänomen, dennoch klagen über ein Drittel der Männer und Frauen unter sexuellen Störungen, deren Ursache zumeist im seelischen Bereich liegen. Dabei ist der Anteil vor allem der Männer, die über Impotenz, frühzeitigen Samenerguß oder Erektionsstörungen klagen, seit etwa 20 Jahren steigend - besonders aber als Trend seit etwa 2 Jahren manifest.
Vor allem die mit dem täglichen Arbeitsleben verbundenen Sorgen seien es, die die Lustlosigkeit immer häufiger werden lasse, zeigte sich der Sexualberater Volker Van den Boom (Aachen) am Ärztekongress der Medica von den schädlichen Auswirkungen von Stress, Arbeitsplatzabbau und steigender Arbeitslosigkeit überzeugt.
Ganz im Gegensatz zu einer gerne kolportierten Schlußfolgerung verwies Van den Boom die Erklärung des Libidomangels ins Reich der "Märchen": Diese sei männlicherseits "keine Reaktion auf die Emanzipation der Frauen". Denn auch diese leiden vermehrt unter Lustverlust, Orgasmusproblemen und - seltener - Vaginalschmerzen.
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