Wenn Frauen zuviel klagen werden Männer depressiv
Bei der Konferenz der Britischen Psychologischen Gesellschaft in Brighton wurde eine Studie vorgestellt aus der hervorgeht, daß Männer es als sehr belastend ansehen, wenn sie sich, zusätzlich zu ihrem eigenen Berufsstress, abends nicht auch noch mit den beruflichen Problemen ihrer Partnerrinen herumschlagen müssen.
Das Risiko, dadurch depressiv zu werden, sei bei Männern demnach doppelt so hoch wie bei Frauen.
Die Studie wurde an 40 Paaren mit gehobenen Jobs durchgeführt. 75% der Frauen und 85% der Männer gaben an, jeden oder fast jeden Tag über zumeist unangenehme Berufserfahrungen zu erzählen.
Den größeren Streß der Männer erklärte Sophie Crossfield, Psyxhologin an der Universität Hertfordshire mit deren geringerer emotionalen Unterstützung außerhalb der Partnerschaft. "Frauen sind nicht so ausschließlich auf ihren Partner angewiesen wie Männer aber für viele Männer ist ihr Partner die einzige Quelle emotionaler Unterstützung."
Dazu komme, daß Frauen härter und selbstbewußter sein müssten als Männer in vergleichbaren Positionen. Deswegen seien sie weniger auf Zuspruch angewiesen. Auch nähmen sie sich die Sorgen ihres Partners nicht so zu Herzen.
Crossfield empiehlt Männern und Frauen, im Interesse der Gesundheit des Partners, auch das Positive zu sehen und nicht nur über den Arbeitstag zu stöhnen.
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